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Eine orientalische Geschichte ...Es fällt kein Meister vom HimmelEin Zauberkünstler führte am Hof des Sultans seine Kunst vor und begeisterte seine Zuschauer. Vom ersten Tag seiner Kerkerzeit an übte der Wesir, das Kalb hochzuheben,und trug es jeden Tag über die Treppen seines Kerkerturmes. Eines Tages erinnerte sich der Sultan an seinen Gefangenen. Er ließ ihn zu sich holen. Bei seinem Anblick aber überwältigte ihn das Staunen: "Gott steh mir bei, welch ein Wunder, welch ein Genie!" Quelle: Nossrat Peseschkian, Der Kaufmann und der Papagei, Fischer Taschenbuchverlag
Der König möchte in dem Zauberer jemanden sehen, der eine besondere, ausgezeichnete und sonst von niemandem erreichbare Fähigkeit besitzt. Er löst die Leistungen des Zauberers aus ihrem Zusammenhang und idealisiert ihn. Es heißt: Entweder man kann mit den Menschen Kontakt aufnehmen oder man kann es nicht. Entweder haben wir die Fähigkeit, mit unseren Problemen umzugehen, oder nicht. Dieses klare >Entweder-Oder< steht hinter der Vorstellung, dass man von Geburt an gewisse Fähigkeiten besitzt oder nicht. Der Wesir unserer Geschichte setzt diesem >Entweder-Oder< eine dritte Mögichkeit entgegen. Die Kunst des Zauberers ist für ihn die Folge seines Fleißes und seiner Übungen. Damit wird das >Entweder-Oder< aufgehoben in der Vorstellung, daß man im Prinzip nahezu alles erreichen kann, wenn man genügend Zeit zur Verfügung hat und bereit ist, diese Zeit für seine Ziele zu nützen. Diese Annahme beweist der Wesir durch sein eigenes Beispiel. Das jeder alles kann, erscheint uns unmöglich. Darauf kommt es aber gar nicht an. Wichtig ist vielmehr, dass wir eine Vielzahl von Fähigkeiten entfalten können, wenn wir ihnen nur Raum und Zeit zu ihrer Verwirklichung geben. Ich biete Ihnen an, Sie bei der Entfaltung der Fähigkeiten Ihrer MitarbeiterInnen tatkräftig zu unterstützen und freue mich auf Ihre herausfordernde Aufgabenstellung. An der Spitze ist immer noch Platz!
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